1989/90, in einer Zeit großer politischer und gesellschaftlicher Veränderungen in Deutschland und in Europa wurde von aktiven Warnemündern die Idee geboren, anknüpfend an die guten Traditionen verschiedenster gemeinnütziger Organisationen und Vereine aus dem Warnemünde der Vergangenheit, einen Gemeinnützigen Verein für Warnemünde e. V. ins Leben zu rufen. Bevor Sie weiter blättern, laden wir Sie ein zu einem

Stromspaziergang

Giern gah ik ünner Linnen den ollen Strom hendal
und kiek up Schäp un Wader, drap Frünn’ ok männigmal,
snak hier en Wurt und dor ens un arger mi ok wull,
wenn mi dat frömd Gedöns dücht mal ens gar to dull.

Denn kiek ik up de Hüser, de dor so lütt un smal,
un wull, se künn’n vertellen von anno dunnemal,
wo Schäp mit hoge Masten noch lägen an de Pier
un wo’t in Warnemünn noch still un liesing wier.

Un slut ik miene Ogen denn ens för korte Tied,
seh ik dor Netten upspannt un Fischer, de mit Flied
nasöken, wat terräten un wat to flicken wier.
Dat heff ik nich vergäten. Man so is dat nich mihr.

Doch kiek mit wache Ogen ik wedder um mi rüm,
un schient ann‚ ollen Strom ok noch de Morgensünn,
un treckt mi in de Näs de Rück von Fisch un Teer,
un flirret güll’n dat Wader rings üm de Schäpen her,
denn fäuhl ik, dat mien Läben, wat ümmer ok mach sien,
ganz deep hier hett sien Wöddeln, in mien oll’ Warnemünn.

Geschrieben wurde dieses Gedicht von unserer langjährigen Vorsitzenden des Plattdeutsch-Zirkel Ingeborg Dühring.
 

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